Piesberg Flöze

Das Karbon des Piesberg ist seit langen bekannt, eine erste Urkundliche Belegung für den Steinkohlenbergbau erfolgte bereits 1461. Der Bergbau wurde 1898 wieder eingestellt.

 

Piesberg ProfilHeute ist das Karbon der Osnabrück Formation in einem großen Steinbruch erschlossen.

In der Kreide-Zeit wurde der Piesberg aus dem Untergrund gehoben, er ist zusammen mit dem Schafberg und Hüggel einer der drei Karbonhorste im Umland.

Die Schichtenfolge besteht aus mächtigen, vielfach konglomeratischen Sandsteinen, mit zwischen geschalteten Tonsteinen und Kohleflözen. Durch den Steinbruch und den ehemaligen Bergbau sind insgesamt ca 540m des oberen Westfals bekannt geworden. Heute sind noch die obersten 210m durch den Steinbruchbetrieb erschlossen. Insgesamt sind vom Piesberg 16 Flöze bekannt, 7 davon sind im Steinbruch zugänglich. Das tiefste aufgeschossene Flöz ist Zweibänke. Direkt unterhalb  Zweibänke liegt auch die Grenze Westfal D-C  Die Fossilführung ist auf die Tonschichten oberhalb der Flöze begrenzt, hier können vor allem Pflanzen seltener tierische Reste gefunden werden. Bekannt sind die Pflanzenfossilien des Piesberges auch wegen ihrer Farbe, einen dünnen Belag mit Gümbelit, der allerdings auch die genaue Bestimmung der Funde erschwert. Hervor zu heben ist der 1886 gemachte Fund eines Sigillaria Wurzelstockes der heute im Museum am Schölerberg zu sehen ist. Das liegende der Flöze bildet der Wurzelboden bestehend aus Tonen mit undefinierbaren Pflanzenresten (Wurzelresten)

Mineralien können in allen Schichten gefunden werden.

Eine Bitte:

Das Betreten des Steinruches ist ohne Erlaubnis nicht gestattet. Also immer eine Genehmigung einholen.

Ein Paar Grundregeln: Helm, feste Schuhe, kein Werkzeug, Müll und anderes zurücklassen